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Da unsere Zucht zum größten Teil auf den Zwinger vom Busecker Schloß basiert, möchten wir diese Seite Herrn Hahn und seiner Zucht widmen. 



In jahrelanger Korrespondenz und vielen persönlichen Briefen von Herrn Hahn, hat er uns einige Berichte zukommen lassen, die für die SV-Zeitung bestimmt waren, aber oftmals nicht veröffentlicht wurden. Wir wollen dies an dieser Stelle nachholen, weil die alten Berichte immer noch aktuell sind und dementsprechend zum Nachdenken anregen. (Teilweise sind die Sätze sehr schwierig zu lesen, ich habe sie jedoch Wort für Wort übernommen!)


*   *   *   *   *   *   *   *   *   Schutzhund-Video von 1936   *   *   *   *   *   *   *   *   *   *


"60 Jahre Busecker Schloß", Autor: Alfred Hahn

In den rückliegenden Ahnen, auch mit sehr vielen und sehr guten dunkelgrauen Hunden, war es die "Valet Busecker Schloß"-Linie, die bis heute in hinteren Ahnenreihen vorherrschend bei Siegerprüfungen ist. So kam "Valets" Vater, Sieger "Arno vom Haus Gersie" von dem dunkelgrauen Vater, VA "Edo vom Gehrdener Berg". Ebenso "Valets" Mutter "Daja vom Bernstein-Stran", die ich 1952 mit SG 1 in der JHKL kaufte. Sie war die Enkelin von meinem VA-Rüden "Faust vom Busecker Schloß". Die Mutter von "Faust" war meine dunkelgraue V-Hündin "Wiborad vom Busecker Schloß", die vor dem Krieg 1937/38 überall auf Schauen, sowie in der Leistung, V-Noten erhielt. Bei der damals letzten Siegerschau 1942 bekam "Faust" VA vom Präsidenten, Dr. Roesebeck.


Mara vom Busecker Schloß (HF: Dr. Raiser)Ich mußte 1940 zur Wehrmacht, kam 1941 zur Hunde-Ersatzstaffel nach Hofgeismar und ab 1943 mußte ich mit einem Trupp Hunde zum Einsatz nach Rußland. Mein eigener grauer Rüde "Iran" kam mit. Laut den Hundemusterungen für den Kriegseinsatz, waren viele Hunde meiner Zucht voll einsatzfähig. Für meinen Hund "Iran", bekam ich dann für die Zucht (mit bestimmten Auflagen) "Faust" und "Wiborad" wieder frei. Diese wurden dann aber von durchziehenden amerikanischen Soldaten erschossen. Ich mußte bis Ende 1949 in russischer Gefangenschaft, sehr abgemagert, ausharren und konnte mit ein wenig Glück und zähem Mut alle Mängel beheben.

Meine Frau hatte dann 1945 aus einem Wurf von VA-Rüden "Faust" die graue "Ossi vom Gambacher Tal" erworben, die mir ab 1951 einige gute Würfe brachte. Durch die Inzucht auf meinen Vorkriegsstamm hatte ich schnell wieder Spitzenhunde, die aber auch alle für gute Prüfungen geeignet waren. So war besonders mein damaliger H-Wurf mit Hektor, Harras und Hilmar (alle dunkelgrau) wieder bestens bei der Siegerschau dabei. Von dem damals sehr bekannten Schäfermeister und HGH-Richter Schütz nahm ich eine Hündin in Zuchtmiete. Sie hatte altes Leistungsblut, woraus die grauen Hunde "Clothar" und "Centa" bekannt wurden. "Centa" als Großmutter brachte dann unter Dr. Funk den grauen VA-Rüden "Bert vom Haus Knüfgen" und den sehr bekannten grauen Valet-Sohn "Pollux vom Busecker Schloß" (aus "Uri"). Die Schwester "Ussa" war hessische Preishüten-Siegerin in der erstmals eingeführten HGH-Klasse. Sie war eine herrliche graue Hündin und wurde später in Japan Siegerin.

Vor dem Krieg hatten wir auf den Siegerschauen in der Spitze viele graue Hunde. Ab 1925 - den grauen Sieger "Klodo vom Boxberg", dann 1930/31 den grauen "Herold aus der Niederlausitz", den der 1. Präsident, Rittmeister von Stephanitz, bewußt an die Spitze stellte, um die damalige in Schönheit auch fast überzüchtete "Utz vom Haus Schütting"-Linie, die in Wesen, Pigment und Härte sehr schlecht war, mit fremden Leistungsblut zu verbessern. In vielen SV-Zeitungen wurden laufend gute Artikel gebracht, auch von mir einige, die auch vorwiegend für die Gebrauchshundtüchtigkeit nötig waren. Als dann deshalb 1937 die Ausleseklasse eingeführt wurde, war mein grauer "Odin vom Busecker Schloß" zweiter Sieger. Vor ihm ein Halbbruder, "Volker von Bern".

Auch der dunkelgraue "Odin vom Stolzenfels" war damals Zuchtsieger (ohne "Utz"-Blut).

VA Seffe vom Busecker SchloßBeim 1. Härtetest der Hauptzuchtschau 1968, den ich als langjähriges Zuchtausschuß-Mitglied einbrachte, waren der Vater von meiner "Seffe", der VA-Rüde "Bernd vom Lierberg" und seine Tochter VA "Seffe" mit die besten in Härte und Führigkeit, was sich bis heute in diesen Stämmen mit Erfolg durchgesetzt hat. "Bernd" war damals auch mit V auf der Siegerprüfung. 


Diese grauen, sehr gesunden Arbeitslinien, nahmen zum Teil auch nach dem Krieg noch guten Fortgang, wie ich schon erwähnte. Viele Züchter für Leistung blieben dem grauen Schäferhund bis heute treu. So setzte sich auch der dunkelgraue Leistungssieger "Racker vom Itztal" in grauen Nachkommen fort. Auch er führte die "Valet"-Linie und so sind auch heute noch viele graue Hunde bei den Siegerprüfungen zu sehen.

So schrieb deswegen auch Dr. Rummel noch im Körbuch 1976: Es muß unbedingt wieder mehr gefordert und praktiziert werden, die Selektion in der Zucht auf mehr Härte, Mut, Arbeitsfreude und Führigkeit, als wie nur dem anatomischen Gebäude in sich anbahnender Einheitsfarbe, den Vorzug zu geben.

Auch Dieter Nitschke bestätigte das in der SV-Zeitung Nr. 1, 1983. Es folgen wieder mehr Züchter der Parole unseres bewährten Walter Köster: "Ohne Leistung keine Zucht". Wenn wir dies beherzigen, dann bleibt unser Schäferhund der beste Gebrauchshund. Früher gab es Körprämien um die Sache zu fördern. Warum kann man keine Züchter-Leistungsprämien einführen?


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"Zucht und Leistung - Hand in Hand / Rückschau und Ausblick"; von Alfred Hahn, Großen Buseck

Matsch vom Bungalow"Vorwärts in der Leistung, denn sie dient der Zucht" lautete die Devise, die unser früherer Vereinsausbildungswart, Walter Köster, immer wieder zum Vorteil des gesamten Prüfungswesens sagte. Anläßlich einer Siegerprüfung prägte er einen neuen Leitsatz: "Wer der Leistung dienen will, darf sich einer Leistungszucht nicht verschließen".


Aus diesen Leitsätzen und aus den früheren, richtungsweisenden Reden der Vereinsführung, wird immer wieder deutlich: Es darf keine Spaltung im SV zwischen Leistungssportler und Züchter geben. Alle, die einen guten deutschen Schäferhund wünschen, müssen dieses Ziel, den gebrauchstüchtigen, wesensfesten und dabei schönen Hund weiter zu fördern, noch mehr in die Praxis umsetzen.

Das setzt aber voraus, daß mehr Züchter in Zukunft nur leistungsstarke Hunde mit Mut und Härte in die Zucht nehmen. Hunde, wie wir sie meist nur bei den Ausscheidungs- und Sieger-Prüfungen sehen. Auch gut und sorgfältig gearbeitet; ganze Kerle in jeder Lage und in jeder Umgebung. Diese hervorragenden, meist angeborenen Wesenseigenschaften, ermöglichen dann auch sicheren Nachwuchs aus solchen Eltern.


Fenia vom Busecker Schloß, SchH 3, a normal, Kkl. 1



Es lohnt sicher einmal Rückschau zu halten, wie früher schrittweise, mit laufenden Anordnungen, die nötige Gebrauchstüchtigkeit der Rasse gefördert wurde.  Vor dem zweiten Weltkrieg, beispielsweise, hatten wir im SV eine Gebrauchshundeliste, die alljährlich neu vom Zuchtbuchamt für alle Ortsgruppen herauskam. Darin waren alle Hunde, die Leistungsprüfungen mitmachten, aufgeführt. Jeder mit den Punktzahlen in A, B, C und dem Gesamtergebnis. Nach Zwingernamen geordnet, konnte sich jedes Mitglied einen guten Überblick in Sparte "Leistung" verschaffen. Man sah daraus sehr deutlich, welche Zwinger sich besonders in der Zucht für gute Leistungs-Anlagen einsetzten. Teilweise sind solche Listen noch in alten Ortsgruppen und können Hinweise auf gute Züchter geben, die z. T. noch heute züchten. Klar ging daraus hervor, daß die kleinen Liebhaberzüchter - wie im wesentlichen auch heute noch - in punkto Leistung, dem Massenzüchter überlegen sind. Heute ist wohl eine solche Liste mit dem sehr hohen Bestand von geleisteten Prüfungen nicht mehr möglich.


Hermes vom Busecker Schloß

Hermes vom Busecker Schloß - Vater von Fenia Busecker Schloß



Für alle Züchter, die mehr wollen als im Körbuch steht, gibt es diese Möglichkeit auf andere Weise. Nämlich das Beurteilungs- und Bewertungsheft; seit 1971 für alle Prüfungsergebnisse eingeführt. Der damalige 2. Vorsitzende, Fritz Kraus, setzte sich im Ausbildungs-Ausschuß dafür ein. Das Heft wurde vorher gründlich in der Landesgruppe Bayern-Nord erprobt. Herr Kremhelmer, der frühere Direktor des SVs, hat es auf Vorschlag des Vorstandes noch ausführlicher gestaltet. Jeder Leistungsrichter muß die Prüfungsergebnisse eintragen.

Also eine gute Information zum Überblick eines Hundes.


Half vom Busecker Schloß

Nach dem Krieg, im Jahre 1945, mußte erst wieder eine gute Zuchtbasis leistungsstarker Schäferhunde geschaffen werden. Die früheren guten Hunde mußten alle in den Kriegseinsatz und nur wenige davon kamen wieder zum Züchter zurück.



Lawinenartig setzte dann eine große Nachfrage nach deutschen Schäferhunden ein. Besonders Angehörige der Besatzungsmächte kauften viele Hunde, meist nur begeistert vom schönen Gebäude, denn gute Eigenschaften der Rasse waren weniger geläufig. Sie hatten auch zu wenig Ahnung Schäferhunde auszubilden und mit Erfolg zu führen. Diese Tatsache war einer planvollen Gebrauchshundezucht nicht sehr dienlich. So wurden dann auch vielen Züchtern "Schönheit mit guten Ausstellungserfolgen" die Hauptsache, schon wegen der besseren Verkaufserlöse und der großen Nachfrage für Schönheits-Spitzenhunde.

So wurde beinahe aus unserem tüchtigen Gebrauchshund ein Modehund, der nur schön sein brauchte, egal wie sein Wesen beschaffen war. Gerade die wesensschwachen Hunde sind es, die heute in ungewohnten Situationen die Nerven verlieren und dann in der Presse als beißwütige Bestien angeprangert werden. Der wesensfeste, charaktervolle Hund, wie wir ihn uns wünschen, neigt in keiner Situation zu verhängnisvollen Panikhandlungen!

Wenn mancherorts der deutsche Schäferhund als Beißer und Raufer verschrien ist, dann müssen wir zugeben, daß oft die Erbmasse sehr labil ist und dazu noch durch die Umwelt verhaltensgestört, in Massenzucht erzeugt wird. Die SV-Führung, mit ihren Ausschüssen, war und ist immer bemüht, hier mit Rat und Tat aufzuklären.

Da in jener Zeit die Leistungen sehr stark zurückgingen und zu viele Hunde bei Prüfungen versagten, suchte man nach Wegen, damit die überbetonte - oft einseitige Schönheitszucht - gebremst wurde und die Gebrauchstüchtigkeit wieder gefördert wurde. Es war in manchen Regionen so weit gekommen, daß in den 50er Jahren sogar bei Ausscheidungs- und Sieger-Prüfungen oft Hunde versagten, besonders in Mut und Kampftrieb. Trotz verlangter SchH 3-Prüfung, die aber meist auf eigenem Platz mit bekannten Helfern gemacht wurde, die aber auf fremden Platz und unbekanntem Schutzdiensthelfer oft versagten, weil Mut und Kampftrieb fehlte. Es wurde dann vom Ausbildungsausschuß beschlossen, nachdem in der LG Hessen für die Ausscheidung eine Fremdprüfung mit guten Noten, lt. meinem Antrag, schon bessere Erfolge brachte, in allen Landesgruppen dies einzuführen. Seitdem wurden die Leistungen ungleich besser. Beweis: Siegerprüfung 1971 mit nur einem Ausfall im Schutzdienst. Auch die von Herrn Köster eingeführte "Wesensprobe" für jeden Hund, bei allen Prüfungen, hat das Niveau entscheidend verbessert.


Franko vom Busecker SchloßTrotzdem kamen bei Schauen, bis hin zur Hauptzuchtschau, immer wieder Hunde mit gutem "V" durch, die z.T. auch SchH 3 hatten, bei denen aber der Fachmann mit tieferem Blick sah, daß das Wesen mit Unsicherheit zu tadeln war. Zum Teil hatten solch schöne Hunde keine Ankörung, da Mut und Kampftrieb oft nicht reichte.
Trotzdem haben Züchter solche Rüden, oder auch Hündinnen, zur Zucht benutzt, die aber von echten Gebrauchshunde-Züchtern abgelehnt wurden. Bis heute, wie man lfd. verfolgen kann, ist dies in manchen Stämmen noch erkennbar.

Um dieses Leistungsübel doch z. T. zu beseitigen, wurden weitere Bestimmungen erlassen: Hunde, die mit 3,5 Jahren keine Körung hatten, konnten auf Schauen kein "V" erhalten. Aus Erfahrung wissen viele Ausbilder, daß aber trotzdem Leute mit stark wesensschwachen Hunden versuchen, durch Prüfungen zu kommen, weil die Hunde ein sehr schönes Gebäude haben. Oft klappt das auch auf eigenem, bekannten Übungsplatz und dem noch mithelfenden Schutzdiensthelfer; und ein Ausbildungskennzeichen für eine Zuchtverwendung hat geklappt. Dann geht es oft von Schau zu Schau, um möglichst viele V-Noten zu haben und wenn dann doch keine Körung geschafft wird, dann geht der Hund mit vielerlei Ausreden in anderen Besitz.

Nesko vom Busecker Schloß, LGA, SchH 3, a normal, Kkl. 1



Das ist die Gefahr für eine Gebrauchshundezucht. Die Dummen sind dann meist Anfänger, die es nicht besser wissen, sicher aber sehr enttäuscht von der Rasse sind und sich von dieser abwenden.

In letzter Zeit wird immer wieder versucht, mit solchen schwachen Hunden, sogar im Bunde mit Leistungsrichtern und trotz Tätowierung, zu einem Leistungskennzeichen zu kommen. Sogar geheime, also nicht bekannte Prüfungen, oder gefälschte Unterlagen, müssen dazu herhalten. Solche Leute machen dem SV nur einen schlechten Namen und deshalb sollten sie viel härter bestraft werden, als dies geschieht.

Früher wurden auch solche Hunde, die mehrmals im Wesen auffielen, in der SV-Zeitung als Warnungshunde entlarvt. Heute ist das aber nur noch für Hunde, die starke Dysplasie haben, üblich. Selten liest man aber, daß wesensschwache Hunde mit Zuchtsperre belegt werden. Die Dunkelziffer, mit solchen Mängeln, ist meiner Ansicht nach sehr hoch.

Der gute, gewissenhafte Züchter, wird immer versuchen, seinem Stamm einen Namen zu machen und sich auch meist einen Stamm erbgesunder Tiere zu schaffen und auch zu erhalten. Er wird nie Zufallstreffer in die Zucht nehmen, die er kennt, sondern sieht sich auch Eltern und Geschwister und auch weitere Ahnen im Körbuch an. Studieren Sie bitte als Züchter in Ruhe die Körbücher, wie wenig manche bekannte Zuchtrüden (ich kenne sogar dadurch VA-Rüden) Nachkommen darin haben.


Turo vom Busecker SchloßTuro vom Busecker Schloß - stand für längere Zeit auf Deckstation in Dänemark.


Um noch mehr Sicherheit und Informationen für die Zucht zu haben, wurde dann die Mutprobe zur Hauptzuchtschau eingeführt. Der damalige 2. Vorsitzende im SV, Walter Trox, war neben mir im Zuchtausschuß harter Verfechter dieser Maßnahme. Die ersten Ergebnisse waren sehr enttäuschend, aber viele Züchter lernten daraus, doch wieder mehr Härte und Mut, über gute Erbträger, in die Zucht zu nehmen.

Trotz SchH 3-Prüfungen und Körungen gab es immer wieder Ausfälle, obwohl doch diese Mutprobe nicht mehr ist, als eine SchH 1-Prüfung verlangt. Leider sind aber dazu nicht alle Beurteiler verantwortungsbewußt genug. Wer z. B. als Körmeister bissige Hunde mit schwachem Nervenkostüm ankört, die sich oft nicht messen, oder die Zähne begutachten lassen, die man nicht anfassen kann und die sich ängstlich drücken, der handelt nicht nach der Körordnung. Oder auch, wie leider oft, Kampftrieb, Mut und Härte, evtl. noch mit laschem Schutzdiensthelfer, nicht sorgfältig und richtig beurteilt, der ist mit der Verantwortliche für spätere, schlecht verlaufende Härtetests.

Ich kann als langjähriger Züchter und noch Körmeister nicht zum Schluß kommen, ohne von der Hauptzuchtschau Hamburg und Siegerprüfung Kassel kurz einige Punkte zu erwähnen:

Wir Fachleute wissen alle, daß die Qualität des Gebäudes kaum noch zu steigern ist. In allen Klassen sehr gleichmäßig im Typ, die aber in Bezug auf Farbe zu gleichmäßig geworden, also kaum noch Unterschiede dabei wie früher zu sehen, sind. Es sollten dort auch mehr dunkle Farben, also tiefschwarz mit weniger braunen Abzeichen und auch mehr graue Hunde wieder zu sehen sein. Auch die Größe neigt weiterhin, in der Mehrzahl, zum sehr großen Hund. Erfreulich, daß unser Präsident, Herr Martin, sich auch mehr graue Hunde dabei wünscht. Was aber in Hamburg sehr enttäuschte, war der zu große Ausfall bei der Kampftriebprobe. Die meisten Rüden haben doch alle SchH 3-Prüfungen und glänzen mit Körklasse 1 und man muß sich fragen, wie ist so etwas möglich und wie können solche schwachen Hunde bei den Prüfungen durchkommen?? Meine Erkenntnisse habe ich deswegen schon im Artikel anklingen lassen.

Wenn man die Ausfälle, auch über einige Blutlinien, beleuchtet und mehrere, da sehr überhäuft mit einseitiger Inzucht auf uns frühere bekannte Ahnen, die bei den Prüfungen und auch Körungen nicht sehr gute Ergebnisse hatten, sieht, so muß man auch hier ein Signal sehen!

Wollen wir hoffen, daß man Lehren daraus zieht, was ebenfalls der Präsident in seinem Bericht erwähnte. Ich möchte behaupten, daß viele Züchter daran Schuld haben, weil sie zu wenig die guten Arbeitsanlagen berücksichtigen. Man sollte sich auch hüten, zuviel Inzucht auf Ahnen zu tätigen, die doch für die Gebrauchshundetüchtigkeit nichts mitgeben können.

Dagegen die Siegerprüfung: diesmal nicht ein Ausfall in "C", also alle Hunde zeigten sehr guten Mut und Kampftrieb. Wenn man bei diesen Hunden, die meist auch in jeder Lage der Umwelt sichere Nerven haben und fast alle angekört sind, die Blutlinien bewertet, nicht einseitig Rüden, sondern auch die leistungsstarken Hündinnen, so muß jeder neutrale Beurteiler sehen, wo leistungsverbessernde Blutlinien sind. Die meisten davon können das auch in Generationen nachweisen. Diesmal auch 22 graue Hunde dabei und lt. Auswertung machten dort 11 "Graue" die Note "V" und 11 die Note "SG", eine sehr erfreuliche Bilanz.

Auffallend, daß bei den 22 grauen Hunden in Abteilung "C" 16 davon auch "V" bekamen. Auch in der Abteilung "B", also Gehorsam, waren alle über dem Durchschnitt und 18 davon, die nur V und SG-Noten machten, was sehr gute Führigkeit beweist. Nur 3 Hunde davon waren nicht angekört. Diese grauen Hunde sind wohl durch gute Hundeausbilder soweit gekommen, aber ohne die erblichen Arbeitsanlagen sind in der großen Zahl solche Leistungen nicht möglich. Also da kommen Arbeitsfreude, Härte, Mut und Führigkeit, gepaart mit gesunden Nerven aus der Erbmasse, sonst sind solche hohen Leistungen, auch von -Elite-Hundeführern- nicht zu erreichen. Allerdings sollten Züchter von grauen Hunden etwas mehr auf gutes Gebäude achten. Ebenso bedingt, im guten Pigment bleiben. Doch mehr evtl. in einem Artikel für den grauen Schäferhund.

Also es wird für die Züchter nötig, nun wieder mehr auf gute Arbeitsanlagen in der Zucht zu achten, damit die große Nachfrage nach Hunden für die Liebhaber guter Leistungstiere, befriedigt werden kann. Dann wird auch der kritischen Öffentlichkeit der letzte Makel zu nehmen sein. Ich darf schließen mit dem berühmten Wort unseres SV-Gründers, Rittmeister von Stephanitz, dem wir den deutschen Schäferhund mit den guten Anlagen verdanken: "Schäferhund ist und muß Gebrauchshundezucht bleiben!"


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"Gesunde Zuchthündinnen und Aufzucht von Welpen"; von Alfred Hahn, Großen-Buseck (geschrieben 1981 - immer noch aktuell)


Von Züchtern hört man oft, meist von Neulingen, daß Zuchthündinnen schlechte Würfe bringen und Welpen eingehen. Kennt man als Fachmann die näheren Ursachen, merkt man sofort, daß dem Halter meist die Schuld trifft. Es fehlt an der nötigen Sachkenntnis um gute, gesunde Würfe zu haben.


Greif LahntalDeshalb möchte ich hiermit Anfängern Informationen geben. Oft fehlt es aber schon bei den betreuenden Zuchtwarten an der nötigen Erfahrung, junge Züchter zu beraten. Bereits vor dem Belegen die richtige Zucht-auswahl, wie Warnung vor überhäufter Inzucht, z. T. auf belastende Ahnen, dann den richtigen Decktag usw., um gute Würfe zu erwarten. 


Natürliche Haltung und Bewegung der Hündin, gutes nährstoffreiches Futter mit entsprechenden Aufbaustoffen sind nötig. Viel gepriesene Vitaminzugaben von Pillen usw. helfen oft nicht und belasten nur den Geldbeutel. Überfüttert sollten tragende Hündinnen nicht werden und auch später die Welpen nicht. Aber im manchen Linien häufen sich weitere Probleme. Schon vorher werden oft bei den Hündinnen Fehler sichtbar, die erfahrene Züchter erst gar nicht haben. Vor allen Dingen sollten Zuchttiere für unsere Gebrauchshundrasse absolut im Wesen in Ordnung sein und gute, arbeitsfreudige Anlagen mit Mut, Kampftrieb und Körung haben. Auch Zufallstreffer, also Geschwister, die nicht für die Zucht taugen und keine Prüfungen und Körungen schaffen, sind abzulehnen. Wer sich auf längere Zeit einen guten Stamm schaffen will, für den muß schon von Anfang die gute Mutterlinie die Hauptsache sein und die Rüden sind da meist nur zum Ausgleich oder zur Festigung gewünschter Vorzüge. Oft wird den hohen Schau-Noten der Vorrang gegeben und gute Leistungsanlagen zu wenig beachtet. Blutlich sollen die Verbindungen auch möglichst passen und Mängel ausgleichen, statt andere Fehler in den bewährten Stamm zu bringen. In letzter Zeit wird auch der Größenfaktor zu wenig beachtet und es kommen oft Hündinnen mit 59/60 cm zu Rüden mit 65 cm, die z. T. noch mit Liebe bei der Körung gemessen sind.


VA Valet vom Buescker SchloßZüchter und Zuchtwarte sollen die Körbücher mit den Zuchtbüchern gut durchsehen und so fällt es gerade in letzter Ausgabe (Nr. 90) auf, daß ich mit dem Größenfaktor recht habe. Ich möchte hiermit darauf aufmerksam machen, daß die Zucht zum mittelgroßen, wendigen und leichtem Traberhund wieder mehr Beachtung haben sollte. Es soll zweckmäßiges Gebäude sein, wie es unsere früheren Herden-Hunde hatten, die ja viel leisten mußten. 


Wenn dann lt. der Deckberatung ein Deckakt erfolgt, dann hängt es nicht vom Glück alleine ab, einen guten Wurf zu erhalten. Bleiben Hündinnen leer wird oft die Schuld dem Rüden angelastet. Aber oft ist der richtige Decktag nicht gewählt, weil die Hündin zu wenig beobachtet wurde und falls eine weite Fahrt zum Rüden ansteht, dies erst ausprobiert werden sollte, ob sie deckreif ist und sich auch willig decken läßt.


Eine gute Blutung muß dabei vorausgehen. Die Nuß muß gut geschwollen und größer sein als normal, dann klappt es auch beim Rüden. Man kann wie allgemein üblich, nicht immer den 13. bis 15. Decktag rechnen. Oft kommen ängstlich, bissige Hündinnen zum Rüden, denen man anmerkt, die Brunst ist nicht normal. Die Nuß ist dann sehr klein und nur mit viel Mühe kann es noch zum Decken kommen.


Eros vom Busecker SchloßIn guten, gesunden Stämmen zeigen die Hündinnen diese Mängel nicht und es klappt immer, wenn die Brunst normal verläuft. Oft kommen aber auch Hindernisse bei der Geburt vor. Die Geburt verzögert sich, da der Geburtsweg nicht entsprechend offen ist und nur rechtzeitiges Eingreifen des Tierarztes die Welpen noch retten kann. Welpen, die zu lange im Geburtsweg stecken, oder mit der Hinterhand kommen, ersticken oft durch langen Wehendruck und dadurch, daß die Fruchtblase platzt. 


Nach dem normalen Geburtsvorgang sind die Welpen zu kontrollieren, der Nabel zu desinfizieren und es ist auch zu prüfen, ob nicht noch Welpen kommen und sich bei der Hündin auch kein Fieber zeigt. Dann sind mehrmals und rechtzeitig Wurmkuren und Schutzimpfungen nötig. Wir alten Züchter wissen noch zu gut, was vor Jahren der unbekannte Parvo-Virus für Verluste, vor allem bei Welpen, brachte.


Nach der 3. Woche wird, wenn nötig, mit gutem Welpenfutter zugefüttert. Ab der 5. Woche sollte man auf 3 - 4 Fütterungen kommen. Bei gutem Wetter können die Welpen auch in den Auslauf. Man sollte jedoch darauf achten, daß sie nicht unmittelbar nach dem Füttern, sondern am besten vorher in den Auslauf kommen.

Odin vom Busecker SchloßNun kann man schon beachtliche Beobachtungen machen, wie sich die Welpen in der unbekannten Umwelt bewegen, auch unter unbekannten Personen, oder sonstigen Einflüssen. Hier merkt man gleich wie gute, selbstsichere Mütter die Anlagen weitergeben. Sogar spielende Kinder, auch wenn etwas stürmisch, machen solchen Welpen nichts aus und sie tollen gleich mit. Ängstliche Welpen, die schon unsicher in den Ecken liegen, behalten solche Merkmale auch meist im zunehmenden Alter. Oft hilft gute Gewöhnung zur Besserung, aber später werden die meisten keine verläßlichen, selbstsicheren Gebrauchshunde. 

Leider fehlt es an guten Jungzüchtern in unserem SV. Auch in guten Züchterfamilien scheuen diese oft die viele Arbeit, die es immer in der Zucht gibt. 

Deshalb soll mein Artikel dazu beitragen, daß sich noch gute SV-Leute finden, die auch züchten wollen, damit unser "Deutscher Schäferhund" weiterhin bester und beliebtester Gebrauchshund bleibt.


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Vorzüge und Nachteile in den Blutlinien des Deutschen Schäferhundes, die heute großen Einfluß auf die Zucht haben (1975)


Unser Präsident, Herr Dr. Rummel, als Richter der Gebrauchshundklasse Rüden der Hauptzuchtschau, hat sich die Arbeit gemacht mit seinem Vorbericht, in dem er im Dezember-Heft 1974 einige Blutlinien näher beschreibt.

Als alter Züchter (seit 1925) sei es mir gestattet, einige Ergänzungen zu bringen, da ich die Blutlinien sehr gut kenne. Ich habe fast alle Siegerschauen dieser langen Zeit miterlebt, als Zuschauer und Aussteller, sowie als Richter. Allerdings ist es eine undankbare Aufgabe, denn nicht alle Züchter, in deren Zuchten sich diese Linien fortsetzen oder sehr überhäuften, werden meine Ausführungen befürworten.

Vor dem Krieg hatte man ja auch Probleme in der Zucht, z. T. mit engen und überlasteten Überhäufungen. Als Beispiel die "Utz vom Haus Schütting"- und "Erich von Glockenbrink"-Linien, besonders bei enger Inzucht. Der damals mehr in der Leistung und gutem Pigment bekannte Zwinger "vom Blasienberg" war ein guter Ausgleichspol für solche Zuchtengen. Damals standen daher in der SV-Zeitung viele Artikel mit guten Informationen, aber auch harter Kritik und Züchter konnten sehr viel daraus lernen. Ich selbst beteiligte mich schon daran, wie unsere wenigen alten Züchter noch wissen.

Unser Vereinsgründer und 1. Vorsitzender des SV, Rittmeister von Stephanitz, bezeichnete die damals noch sehr zahlreichen Herdenhunde als "Jungborn" der Rasse und manche wertvolle Blutauffrischung kam daher. Leider ist heute das Aufgabengebiet des Deutschen Schäferhundes bei der Herde nur noch beschränkt möglich, weil der Schäferhund mit seinen HGH-Hunden fast ausgestorben ist. Somit sind daher für die Beeinflussung der Zucht nur noch selten Tiere verwendbar. Auch der Krieg brachte Einbußen an guten Gebrauchshunden. Also ist es heute viel schwieriger, ganz besonders für junge Züchter, zuchtausgleichende Partner mit fremden Blut zu finden. Alte Züchter und Zuchtwarte, denen die Blutbasis ein Steckenpferd ist, suchen und finden immer noch blutsfremde Partner ohne enge Inzucht.

Der Deutsche Schäferhund ist ein Gebrauchshund und seine hohe Intelligenz verdankt er hauptsächlich seinem Urberuf, daher ja auch sein Name. Unsere Schäfer hatten ihn für die Arbeit geschaffen und deswegen ist er heute in jüngeren Arbeitsgebieten der beste Gebrauchshund geblieben.

Wir im SV haben hauptsächlich sein Gebäude in einheitlichere Formen, gemäß dem Zuchtstandard, verbessert. Zuchtschauen und Körungen gaben weitere Vorbilder. Leider schossen viele Züchter als Schönheitsfanatiker über die Grenzen des gebrauchstüchtigen Gebäudes hinaus, auch heute noch. (Denken Sie an die sogenannten Hyänen-Typen, die sich in einigen Linien bemerkbar machten und dem Rassestandard nicht mehr gerecht wurden.) Modelaunen oder besonderen Auslandsinteressen darf eine Gebrauchshundrasse nicht zum Opfer fallen. Das geht auf die Kosten von leistungsfähigen Eigenschaften der Rasse. Auch Beurteiler, also Richter und Körmeister, sind z. T. dabei schuldig, weil solche Auswüchse nicht rechtzeitig erkannt wurden.

Um die guten Arbeitsanlagen des Schäferhundes zu erhalten und weiter zu fördern, mußten von der SV-Leitung immer wieder verschärfte Bestimmungen erlassen werden. Die Mitarbeiter in den Zucht- und Ausbildungsausschüssen gaben dazu wertvolle Anregungen. Das betraf die Zucht- und Körordnungen und alles nur, um Schäden im Wesen und Gebäude auszumerzen. Ebenso wurde in der Prüfungsordnung, mit berechtigtem Grund, eine Wesensprüfung gefordert. Gerade in unserer empfindlichen und gestörten Umwelt der letzten Jahre, müssen wir dem Wesen größte Wachsamkeit voranstellen. Durch unsere Zuchtsieger und VA-Rüden, die sehr in der Zucht wirken, kommen ja meist diese engen, z. T. gefahrvollen Inzuchten überhäuft vor. Weil man hauptsächlich das schöne Gebäude verbessern wollte, ging dies auf die Kosten der guten Wesenseigenschaften und nachlassenden Leistungen. Alte Züchter mit jahrelanger Praxis und auch wissenschaftliche Untersuchungen von Genetikern werden immer wieder bestätigen, daß es leichter ist, körperliche Vorzüge zu verbessern, als die geistigen und charakterlichen Anlagen. Z. B. haben bekannte Humangenetiker nachgewiesen, daß in den Erbanlagen Intelligenz und Charakter fünfmal mehr zur Verschlechterung neigen als Körpermängel. Deshalb können wir nicht genug davor warnen, mit Tieren zu züchten, die kein einwandfreies Wesen und wenig Mut und Kampftrieb besitzen. Also wenn solche Hunde trotz vieler Bemühungen und allerlei Hilfen keine Körungen bestehen, dann können sie schon eine Gefahr für eine Gebrauchshunde-Zucht sein. Laut Statistik der Körungen 1974 bestehen immer noch rund 40 0/0 der vorgeführten Hunde keine Körungen und meist wegen mangelnder Härte, also Versagen in Mut und Kampftrieb. Wenn man dann noch im Körbuch den nur "vorhandenen Kampftrieb" zählt, ist die Ausfallquote noch viel höher. Viele Gegner werden nun auch verstehen, warum wir den Zuchtsieger wieder abschafften, die Bestimmungen der VA verschärften, also kurz gesagt, rote Ahnentafeln vorziehen. Zusätzlich hätte ich dazu zu bemerken, daß der Härtetest für die Gebrauchshundklasse Rüden unterteilt werden sollte: "Voll ausgeprägt" - Vorzüglich, "Vorhanden" - kein Vorzüglich. Vererbungsschäden verfolgt, z. B. der landwirtschaftlichen Tierzucht, wo es ja vorerst auf hohe Leistungen ankommt, die eine Zucht rentabel macht, wären ohne staatliche Maßnahmen - auch im Bezug auf die Mängel - diese Erfolge nie erreicht worden. Auch hier bringt man Pigmentverlust mit mangelnder und schwacher Konstitution in Verbindung und auch die Leistungen lassen dann bedeutend nach. Ich habe selbst früher in Geflügel- und Kaninchen-Zucht, mit Anwendung der Mendelschen Vererbungslehre, die besten Erfahrungen dafür gesammelt.

Inzucht in engster Familie bringt viele Gefahren, wenn man die Grenzen des zumutbaren Geschehens nicht kennt. Dabei ging es meist um Haar-, Farben- oder Formenkomplex. Aber nur ganz gesunde Stämme mit robusten Vorfahren brachten Fortschritte bei mehrfachen Inzestzuchten. Auch bei Zwergpinschern, die ich ja als kleine, saubere Haushunde einige Jahre züchtete, konnte ich den Bezug auf Farben und Pigment, z. B. den seltenen blauen und schokoladenbraunen Farbschlägen und niedlicher Kleinheit, viele Mängel ersehen. Modefarben sind auch in anderen Rassen Probleme und gefährden die Gesundheit, wenn die Wünsche überfordert werden. Daher werden Sie nun verstehen, warum ich mich schon jahrelang für gutes Pigment, auch bei Schäferhunden, einsetze und in meinem Stamm keine mit Pigmentmängeln zur Zucht verwendete. Auch in der Zukunft werde ich, solange ich noch züchten kann, keine nehmen.

Die Urfarbe haben unsere seltenen, ganz dunkelgrauen und wolfsgrauen Hunde mit gelben oder braunen Abzeichen. Dieser Farbschlag muß für unsere Zucht wieder mehr gefördert werden. Leider kommen auch heute über einige graue Eltern ganz aufgehellte "graue Hunde" mit fast weißen Abzeichen. Solche allerdings wollen wir in grau auch nicht haben. Ich selber kann es mir nur erklären, daß überhaupt kein schwarzer Pigmentfaktor mehr in diesen Linien vorhanden ist. Sie sehen somit immer wieder, daß enge, laufende Inzucht mit hellen Hunden die Mängel erwirken und damit werden auch die Leistungsanlagen solcher Tiere verschlechtert.

Obwohl in allen Berichten und den Aufzeichnungen über die neuen V-Tiere der Hauptzuchtschau nur die Rüdenlinien erwähnt wurden, muß für den Züchter mit Erfolg auch die Mutterlinie mit in die Auswahl genommen werden. Dies kann ich nur durch Einsicht der Ahnentafeln, wenn ich die Vorfahren gut kenne und das Körbuch gut studiere. Nur dann kann ich die gewünschten Erbanlagen erkennen und unerwünschte meiden. Zumindest sollten dies Zuchtwarte wissen oder erlernen, um gute Berater zu sein. Leider stehen auch in den Körbüchern immer noch nicht alle nötigen Zuchtwarnungen oder die richtigen Empfehlungen. Es fehlen also auch Körmeistern oft Kenntnisse über Blutlinien.