Auf dieser Seite wollen wir Euch den Lebenslauf/Werdegang eines grauen Schäferhundes schildern: Wie er wächst, sich entwickelt, seine Farbe ändert, wie er ausgebildet wird, usw.. Bei dem Hauptdarsteller handelt es sich dabei um meinen Xalliver vom Cap Arkona. Sein Vater ist „Zidane vom Haus Sevens“, ein sehr erfolgreicher belgischer Hund und mehrmaliger WM-Teilnehmer. Xallivers Mutter ist meine „Xocke vom Cap Arkona" (genannt Pocky). Pocky ist die letzte Tochter meiner alten Fenia und zugleich Melanos Schwester. Sie ist sehr extrem, absolut energisch und leistungsmäßig einem guten Mali ähnlich. Ob sie dies ihren Nachkommen mitgegeben hat? Hier werdet Ihr es in Kürze erfahren.
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Impfung Unsere Welpen werden bereits mit 6 Wochen gegen Parvovirose (Katzenseuche) geimpft. Laut unserer Tierärztin sowie der neuesten Empfehlung des VDHs, macht eine weitergehende Impfung nicht vor der 8 - 9. Woche Sinn. Eine vorhergehende Komplettimpfung (wie teilweise gehandhabt wird), würde daher gar nicht zum Tragen kommen und die Welpen unnötig belasten, bedingt durch den noch vorhandenen Impfschutz (der natürlich vollständig geimpften) Mutterhündin. In der Zeitschrift des VDH wurde im Frühjahr 2004 ein neues Impfschema für Welpen empfohlen, das vom berühmten Prof.M.Ch.Horzinek/Fachgruppe für Infektions-krankheiten und Immunologie an der Universität Utrecht entwickelt wurde. Laut dieser neuen Impfempfehlung bekommen die Welpen ihre erste Komplettimpfung (Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose) mit der 8 - 9. Woche. Die 2. und 3. Komplettimpfung erfolgt dann jeweils im 4-wöchigen Abstand. Die Notwendigkeit einer 3. Impfung wird aus neuesten Erkenntnissen empfohlen und von uns seit einiger Zeit praktiziert. Die Tollwut-Impfung wird im Alter von ca. 6 Monaten, nach der Zahnung, verabreicht.
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Geplant war der erste Wurf von Pocky schon seit längerem. In die Tat setzten wir diese Planung am 01. und 02. September 2004. Der Wurf selber fiel am Dienstag, dem 02.11.2004, nach einer Tragezeit von 63 Tagen. Bereits am 31.10. machte sie Anstalten mit der Geburt anzufangen. Sie stöhnte und grunzte, war ziemlich anhänglich und liebesbedürftig, ließ sich dann jedoch noch etwas Zeit und stellte uns ganz schön auf die Probe. Jede Nacht alle 3 Stunden gucken gehen, tagsüber ständig bei ihr sitzen…. Das schafft ganz schön. Aber jetzt sind wir dafür umso glücklichere „Doppelmamas“ (man fühlt schließlich mit!).
Die Geburt fing gegen 3 Uhr nachts an und zog sich bis 18 Uhr hin. Zur Welt kamen 1 Rüde und 3 Hündinnen, wobei eine Hündin direkt verstarb. Sie war der erste Welpe und blieb im Geburtskanal ihrer durchtrainierten und vermutlich sehr engen Mutter zu lange stecken. Sehr traurig, aber die anderen extrem munteren Welpen halfen einem über die Enttäuschung schnell hinweg. So leicht hatte Pocky es jedoch auch nicht mit ihrer neuen Rasselbande. Die wogen nämlich von 510 – 670 Gramm bei der Geburt – nicht gerade Leichtgewichte!
In Zukunft werde ich in regelmäßigen Abständen die Gewichtsveränderungen der drei Welpen eintragen. Vielleicht interessiert es Euch, wie ein Welpe bzw. Durchschnitts-Schäferhund zunimmt.
Datum
Alter
Xalliver
Xocky (gelb)
Xenie (rot)
02.11.2004
Geburt
670 Gramm
510 Gramm
580 Gramm
03.11.2004
24 Std.
680 Gramm
530 Gramm
590 Gramm
04.11.2004
2 Tage
780 Gramm
620 Gramm
710 Gramm
05.11.2004
3 Tage
860 Gramm
700 Gramm
760 Gramm
09.11.2004
1 Woche
1180 Gramm
970 Gramm
1070 Gramm
16.11.2004
2 Wochen
1730 Gramm
1370 Gramm
1520 Gramm
23.11.2004
3 Wochen
2440 Gramm
1890 Gramm
2070 Gramm
29.11.2004
4 Wochen
3220 Gramm
2550 Gramm
3050 Gramm
07.12.2004
5 Wochen
4180 Gramm
3420 Gramm
4020 Gramm
14.12.2004
6 Wochen
5100 Gramm
4400 Gramm
4990 Gramm
02.02.2005
3 Monate
15 kg
Noch passen wir alle auf die Waage!
Es sind schon unglaubliche Welpen.... Gerade einmal 4 Wochen, sind sie weit davon entfernt mit Schlafmütze betitelt zu werden. Gerade bei dieser nassen Jahreszeit kommt es häufig vor, daß Welpen lieber unter der Rotlichtlampe liegen und sich wärmen. Wärmen, fressen, schlafen, kuscheln, wärmen, fressen, schlafen, kuscheln - mehr ist meistens nicht mit ihnen los. A b e r nicht Pockys Babys: die sind so aktiv (und das schon seit einer Woche), daß ich mich jetzt dazu entschliessen mußte, sie umzuquartieren. Wir halten es immer so, daß die Welpen einen möglichst kurzen Weg zum Auslauf haben. Das fördert die "Stubenreinheit" auf die wir viel Wert legen, auch wenn unsere Hunde nicht im Haus gehalten werden. Und was soll ich sagen - dort toben sie rum, als wenn sie schon immer dorthin gehört hätten. Das kann noch sehr sehr heiter werden mit dieser lebhaften Bande!
Inzwischen hat Pocky wahre Riesenbabys zu versorgen. Sie wachsen und wachsen und wachsen....
Unsere "drei Wilden" sind 6 Wochen alt. Sie sind bereits geimpft und schon zwei Tage von ihrer Mutter getrennt. Pocky hat sich als eine sehr liebevolle und geduldige Mutter ausgezeichnet, aber wenn man sieht, wie die drei X-ler an ihr reißen und zerren, dann ist es vielleicht besser, daß man Pocky vor ihrer Nachzucht schützt.
Am 23.12.2004 wurden unsere Riesenbabys endlich tätowiert. Xalli zeigte schon beim Tätowieren, daß mit ihm später nicht zu scherzen sein wird. Beim Festhalten schnappte er sich die Hand und schlug seine Zähne hinein. Der Abdruck seiner Zähne wird als Tätowierung auch noch einige Tage sichtbar sein. Irgendwas muß er dabei falsch verstanden haben...
Inzwischen ist Xalli 12 Wochen alt und lebt von seiner Schwester getrennt. Trotzdem ist er sehr ruhig und zufrieden. Seine Schwester, Xenie, ist auch heilfroh über diese Trennung, denn auch mit ihr lag Xalli ständig im Klintsch. In der Ex-gemeinsamen Hundebox durfte sie nicht ans Gitter, ohne daß er über sie herfiel. Ein Tyrann "wie er im Buche steht"!
Seine Leidenschaft, die Bockerei, hat er auch noch nicht abgelegt. Sein Lieblingsopfer ist natürlich sein Züchter, Frank. Der wird in jeder Lebenslage überfallen. Frank ist inzwischen jedoch schon abgehärtet, denn es mußten schon einige Hosen dran glauben, wenn er mit seiner Xenie spazieren ging. Xenie hat die Angewohnheit, ihre Zähne in seine Waden zu schlagen. Da läßt er sich das Bocken von Xalli gerne gefallen.
Ansonsten sind beide Welpen jedoch sehr aufgeschlossen, gehen auf jeden Menschen und Hund zu und spielen extrem gut mit allem was sich bewegt. Ein klasse Geschwisterpaar!
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Fütterung Unsere Welpen werden ab der 3. Woche ans Futter gewöhnt. Sie bekommen in den ersten Tagen (bis ca. zur 4. Woche) ein Gemisch aus Dosenfleisch und Eukanuba Puppy. Gefüttert wird ca. 2 – 3 x am Tag. Ab der 4. Woche wird ganz auf Eukanuba Puppy umgestellt. Dabei legen wir großen Wert darauf, dass das Eukanuba Puppy für „mittelgroße Rassen“ verfüttert wird. Das Futter wird aufgeweicht und leicht temperiert gegeben. Langsam wird die Futtermenge auf 4 – 6 x am Tag gesteigert. Im Idealfalle füttern wir unsere eigenen Welpen, die wir für uns behalten, bis zu einem Alter von ca. 3 Monaten, 4 – 5 x am Tag weiter. Die Futtermenge wird nach Bedarf erhöht. Wir halten uns dabei nicht an die Vorgaben des Futterherstellers. Unserer Meinung nach muß ein Welpe immer hungrig sein und seinen Napf in kürzester Zeit leeren. Das Futter behalten wir bis zu einem Jahr bei. Aufgewertet werden kann es durch Milchprodukte, Obst und Gemüse. Bei Eukanuba bedarf es eigentlich keiner Zusatzstoffe. Wir haben jedoch äußerst gute Erfahrung damit gemacht, bis zum 5 – 6 Monat Caniviton Forte 30 (bei jedem Tierarzt erhältlich) hinzuzufügen. Für uns ist das Alter von 2 – 6 Monaten eine extreme Belastungsphase, hinsichtlich Wachstum, Zahnung, Ohren, usw..
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Xallis erster Schnee
Mit seinen 3,5 Monaten ist Xalli ein richtiger Frechdachs. Er spielt sehr gerne und leidenschaftlich, springt schon ganz professionell in den Lappen und ärgert unheimlich gerne sein Herrchen und Frauchen.
Nichts ist vor ihm sicher: Mülleimer müssen durch die Gegend gezogen werden, Tischdecken werden ausgewechselt und sein Lieblingsspielzeug - ein Igel - wird ständig gequält.
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Wurmkur Würmer sind bei Welpen ein großes, aber sehr alltägliches Problem. Im Laufe der Zeit sind viele Wurmarten gegen Wurmmittel resistent geworden. Es ist daher sehr wichtig, verschiedene Präparate, vor allem neuerer Entwicklung, zu verwenden. Unsere Welpen werden das erste Mal mit 10 Tagen entwurmt. Sie bekommen, aufgrund der guten Verträglichkeit, den altbewährten Wirkstoff Pyrantel (Banminth). Bereits 1 Woche später werden unsere Welpen mit Panacur-Suspension (über 3 Tage hinweg) behandelt. Der darin enthaltene Wirkstoff Fenbendazol bekämpft gleichzeitig eventuelle Einzeller/Giardien. Diese Wurmkur verwenden wir in regelmäßigen Abständen von 7 – 10 Tagen. Kurz vor Abgabetermin erhalten die Welpen noch einmal eine sehr umfassende Wurmkur mit dem Kombinationswirkstoff Drontal bzw. Milbemax. Da unsere Würfe bis zum Alter von ca. 8 Wochen sehr mit (leider erforderlichen) Chemikalien behandelt und dadurch auch belastet werden, empfehlen wir, den einzelnen Welpen bei Übergabe, einige Tage später beim Tierarzt vorzustellen und eine Kotprobe mitzunehmen. Der Tierarzt sollte bei Bedarf über eine weitere Behandlung entscheiden und gezielt vorgehen. Wir möchten nochmals betonen, dass Würmer ein normales Problem sind und jederzeit wieder auftreten können. Deshalb ist es gerade bei Welpen/Junghunden sehr wichtig, etwaigen Wurmbefall in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren.
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Xalliver ist inzwischen 7 Monate alt. Er ist trieblich kaum zu bremsen, sehr offen und hat ein dominantes und anhaltendes Bellen im Schutzdienst, gepaart mit sehr guten und ruhigen Griffen. Zu Hause kann er inzwischen auch schonmal sehr ruhig und verschmust sein. Bisher sind wir äußerst zufrieden mit ihm. Besser können sich Hund in diesem Alter, unserer Meinung nach, nicht zeigen.
Xalli im Alter von 7 Monaten von vorne und im Stand
Aus zeitlichen Gründen habe ich die Geschichte Xallis ein wenig vernachlässigt und ruckzuck.... ist er schon fast 1 Jahr alt. Hier ein aktuelles Foto:
Xalliver ist ein extrem triebiger und äußerst brutaler Rüde. Bei ihm muß man dringendst darauf achten, daß er einen nicht umhaut, oder die Finger abbeißt, wenn es um etwas geht. Er hat Wahnsinns-Kräfte und ist genauso schnell, wie wir es uns von der Verbindung versprochen haben. Er ist immer bereit und hat einen natürlichen/sehr ausgeprägten Schutzinstinkt
Inzwischen ist Xalliver ein ganzer Kerl geworden.....
Hier noch einmal seine Stammdaten:
"Xalliver vom Cap Arkona" (Hier geht es zur Ahnentafel) V.: Zidane vom Haus Sevens M.: Xocke vom Cap Arkona Wurftag: 30. Oktober 2004 HD-Befund: a normal, EDc Schaubewertung: Sehr gut SchH 3 (LGA), FH1 Körklasse 1